Wie funktioniert der Brutto-Netto-Rechner?
Geben Sie Ihr Bruttogehalt, Steuerklasse, Bundesland und weitere relevante Daten ein. Der Rechner
ermittelt automatisch alle Abzüge (Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer,
Sozialversicherung) und zeigt Ihr Nettogehalt sowie eine detaillierte Aufschlüsselung aller Abzüge.
Welche Steuerklasse habe ich?
Steuerklasse I: Alleinstehend ohne Kinder, Steuerklasse II: Alleinerziehend mit Kindern,
Steuerklasse III/V: Verheiratet mit unterschiedlichem Einkommen (III für Höherverdiener),
Steuerklasse IV: Verheiratet mit ähnlichem Einkommen, Steuerklasse VI: Zweiter oder weiterer Job
neben der Hauptbeschäftigung.
Was ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto?
Das Bruttogehalt ist das vereinbarte Gehalt vor allen Abzügen – also der Betrag, den Ihr Arbeitgeber
zahlt. Das Nettogehalt ist der Betrag, der nach Abzug von Steuern (Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag,
evtl. Kirchensteuer) und Sozialversicherungsbeiträgen (Kranken-, Pflege-, Renten- und
Arbeitslosenversicherung) tatsächlich auf Ihr Konto überwiesen wird.
Welche Abzüge werden vom Bruttogehalt gemacht?
Vom Bruttogehalt werden folgende Abzüge gemacht: Lohnsteuer (abhängig von Steuerklasse und Höhe des
Gehalts), Solidaritätszuschlag (5,5% der Lohnsteuer, ab bestimmtem Einkommen), Kirchensteuer (8-9%
der Lohnsteuer, wenn Mitglied), Krankenversicherung (ca. 7,3% + Zusatzbeitrag), Pflegeversicherung
(ca. 1,7-2%), Rentenversicherung (9,3%) und Arbeitslosenversicherung (1,3%).
Was ist der Zusatzbeitrag der Krankenkasse?
Der Zusatzbeitrag ist ein kassenindividueller Beitragssatz, den jede gesetzliche Krankenkasse selbst
festlegt. Er liegt aktuell durchschnittlich bei etwa 1,7% des Bruttogehalts. Dieser Betrag wird je
zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Die genaue Höhe variiert je nach Krankenkasse
zwischen ca. 1,3% und 2,7%.
Was bedeutet geldwerter Vorteil?
Ein geldwerter Vorteil (auch Sachbezug) ist eine Leistung des Arbeitgebers zusätzlich zum Gehalt,
die versteuert werden muss. Typische Beispiele sind Firmenwagen zur privaten Nutzung,
Essensmarken, Handy, oder Wohnraum. Diese Vorteile werden zum Bruttogehalt hinzugerechnet und
erhöhen die Bemessungsgrundlage für Steuern und Sozialabgaben.
Wie viel Prozent werden vom Brutto abgezogen?
Die Abzüge vom Bruttogehalt variieren je nach Steuerklasse und Gehaltshöhe, liegen aber typischerweise
zwischen 30% und 50%. Die Sozialversicherungsbeiträge machen etwa 20% aus (Arbeitnehmeranteil), die
Steuern je nach Einkommen und Steuerklasse zwischen 10% und 30%. Bei höheren Gehältern steigt der
Abzugsanteil durch die progressive Besteuerung.
Was ist die Beitragsbemessungsgrenze?
Die Beitragsbemessungsgrenze ist die Einkommensgrenze, bis zu der Sozialversicherungsbeiträge berechnet
werden. 2025 liegt sie bei ca. 5.175€ monatlich (Kranken- und Pflegeversicherung) bzw. 7.550€
(Renten- und Arbeitslosenversicherung). Gehaltsteile oberhalb dieser Grenzen sind beitragsfrei für
die jeweilige Versicherung, erhöhen aber das Nettogehalt.
Kann ich die Berechnung speichern?
Ja, nach der Berechnung können Sie die detaillierte Gehaltsabrechnung mit allen Abzügen sowohl als
Excel-Datei als auch als PDF herunterladen und für Ihre Unterlagen, Gehaltsverhandlungen oder
Finanzplanung speichern und ausdrucken.
Sind meine Daten sicher?
Ja, alle Berechnungen erfolgen ausschließlich lokal in Ihrem Browser. Es werden keine Gehaltsdaten
an Server übertragen oder gespeichert. Ihre persönlichen und finanziellen Informationen bleiben
vollständig privat und vertraulich.
Wie kann ich mein Nettogehalt erhöhen?
Es gibt mehrere legale Möglichkeiten: Wechsel in eine günstigere Steuerklasse (bei Verheirateten),
Freibeträge eintragen lassen, vermögenswirksame Leistungen nutzen, betriebliche Altersvorsorge
(senkt Steuerlast), Werbungskosten geltend machen, oder Sachbezüge statt Gehaltserhöhung vereinbaren.
Lassen Sie sich von einem Steuerberater individuell beraten.
Wann lohnt sich ein Steuerklassenwechsel?
Ein Steuerklassenwechsel lohnt sich für Verheiratete, wenn ein Partner deutlich mehr verdient als der
andere. Die Kombination III/V bringt dem Besserverdiener monatlich mehr Netto, während der andere
weniger bekommt. Die Kombination IV/IV ist fair verteilt. Wichtig: Am Jahresende gleicht sich alles
über die Steuererklärung aus – es geht nur um die monatliche Liquidität.